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Wochenblatt Bericht 1999
   

Internet per Funk: Schulzentrum an Datenautobahn angebunden

Am vergangenen Dienstag, 7. Dezember, übergaben der "Trägerverein für das Bürgernetz Deggendorf e. V. ", der gemeinnützige Verein "Bürgernetz Deggendorf" und die Firma "Lothar Mayer Internetdienstleistungen" in der Aula des Schulzentrums an der Eggerstraße die Funk-Festanbindung des Schulzentrums ans Internet seiner Bestimmung. Diese Zukunftstechnologie stellt im Bereich der Festanbindungen an das Internet zum ersten Mal in Niederbayern ihre Praxistauglichkeit unter Beweis. In Betrieb genommen wurde die Funk-Anbindung
per Mausklick von den Schulleitern, Oberstudienrat Albert Zieglmeyer (Robert-Koch-Gymnasium, Foto re.), Oberstudienrat Gerwig Harant (Berufsschule II und Wirtschaftsschule, 2. v. l.) und Oberstudienrat Ulrich Spletter (Berufsschule I, 2. v. re.). Anwesend waren auch Vertreter des Landratsamtes sowie das erste Ehrenmitglied des "Bürgernetz Deggendorf e. V.", OB Dieter Görlitz. "Der übliche Weg der Verbindungsaufnahme ist die telefonische Einwahl in einen Internetknoten", erklärte der Vorsitzende des "Bürgernetz Deggendorf e. V.", Wieland Armer (l.). Dieser Knoten befindet sich im Jugendzentrum in der Bahnhofstraße. Die Dauer der Verbindung wird von der Telekom als Ortsgespräch abgerechnet. "Bei vier Schulen, wie im Schulzentrum, ergeben sich recht hohe Gebühren mit steigender Tendenz", gab Armer zu bedenken. Und: "Eine drahtgebundene Standleitung kann im Moment nur mit Hilfe der Telekom verwirklicht werden, welche bis jetzt das Monopol für die so genannte ,letzte Meile' von einem Knoten zum Endverbraucher hat", fügte er an. Dieses Monopol werde letztlich mit der Funkanbindung auf der "letzten Meile" gebrochen. Hauptproblem dabei: Zwischen dem Knotenpunkt und dem Schulzentrum muss eine Sichtverbindung bestehen, was im Falle des Jugendzentrums aber nicht der Fall ist. Hier sprang Pfarrer Wolfgang Riedl hilfreich ein, der den Kirchturm von Sankt Martin als Zwischenstation zur Verfügung stellte. In naher Zukunft will man das Angebot auch auf andere Nutzer, wie das Deggendorfer Krankenhaus, die Volkshochschule oder die Fachhochschule ausdehnen. Ein weiterer Vorteil für die Schule, neben dem wirtschaftlichen Aspekt: Ohne weitere Verdrahtung kann man mit Notebooks, aber auch stationären Computern im Schulzentrum Verbindung zum Internet aufnehmen. Neben Mayer und Florian Füessl, der für die Vernetzung verantwortlich zeichnet, wird sich Andreas Dischinger um die Realisierung kümmern.